Hebamme finden, Wochenbettbetreuung, Nachsorgehebamme und alle U-Untersuchungen U1–U9: Was die Kasse zahlt, was extra kostet und wie du in Städten trotz Hebammenmangel einen Platz bekommst.
Die gute Nachricht: Vieles rund um Geburt und erste Lebensjahre ist Kassenleistung. Die schlechte Nachricht: Wer zu spät sucht, bekommt keinen Platz. Hier ist der Überblick.
In Deutschland gibt es einen akuten Hebammenmangel – besonders in Städten. Viele freiberufliche Hebammen nehmen nur noch Anfragen aus dem ersten Trimester an, weil sie sonst ausgebucht sind.
Was du tun kannst:
Die Nachsorgehebamme kommt zu dir. Das ist kein Luxus – das ist dein Recht. In der ersten Woche kann sie täglich vorbeikommen und hilft bei:
Die gesetzlichen Früherkennungsuntersuchungen (U1–U9) sind komplett kostenlos und werden vom Kinderarzt durchgeführt. Das gelbe U-Heft ist dein wichtigstes Dokument in den ersten Jahren.
| U | Wann | Schwerpunkte |
|---|---|---|
| U1 | Direkt nach Geburt | Vitalfunktionen, grobe Fehlbildungen, APGAR-Score |
| U2 | 3.–10. Lebenstag | Reflexe, Ernährung, Körpermaße, Hörscreening, Herzuntersuchung |
| U3 | 4.–5. Woche | Hüftsonographie, Hörtest, Sehtest, Reflexe |
| U4 | 3.–4. Monat | Motorik, Sehen, Hören, Impfberatung |
| U5 | 6.–7. Monat | Entwicklungsstand, Sitzen, Greifen, Impfstatus |
| U6 | 10.–12. Monat | Stehen, erste Wörter, Feinmotorik |
| U7 | 21.–24. Monat | Sprache (mind. 50 Wörter), soziale Entwicklung, Zähne |
| U7a | 34.–36. Monat | Vorschulstufe, Sehtest, Verhalten, Sprachentwicklung |
| U8 | 43.–48. Monat | Schulvorbereitung, Koordination, Sprachtest |
| U9 | 60.–64. Monat | Schulreife, Sehen, Hören, Verhalten |
Alle Untersuchungen kostenlos (GKV). J1 mit 12–14 Jahren und J2 mit 16–17 Jahren kommen später dazu.
Die Kita-Kosten sind eines der größten Überraschungsmomente für frischgebackene Eltern. Die Spanne ist enorm – und hängt von Bundesland, Einkommen und Träger ab.
Wichtig: In Städten wie Berlin, Hamburg oder München sind Krippen-Wartelisten lang. Anmeldung manchmal schon in der Schwangerschaft möglich – und sinnvoll. Viele Kitas haben eigene Online-Portale (z.B. KitaMatch in NRW).
Wer nach der Geburt intensive Unterstützung braucht – ob aus sozialen, gesundheitlichen oder emotionalen Gründen – hat Anspruch auf eine Familienhebamme. Diese kommt bis zu 12 Monate nach der Geburt und ist ebenfalls kostenlos über die Jugendhilfe oder das Gesundheitsamt.
Die Frühen Hilfen (Netzwerk bundesweit) bieten Familienbegleitung, Elternkurse und psychosoziale Unterstützung – häufig unterschätzt und kostenlos.
Du hast konkrete Fragen zu deiner Situation? Ich beantworte sie im Erstgespräch – kostenlos, ohne Druck.
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